Fachanwältin für Erbrecht Frau Dr. Dörr informiert Sie zum digitalen Nachlass WARUM MAN SICH UM DEN DIGITALEN NACHLASS KÜMMERN SOLLTE Rechtsanwältin   Dr.   Sandra   Dörr,   Fachanwältin   für   Familienrecht   und   promovierte   Anwältin im Erbrecht, informiert über die Regelung des digitalen Nachlasses. Was versteht man unter digitalem Nachlass? Heutzutage   haben   viele   Lebensbereiche   Berührung   mit   dem   Internet.   Menschen   lernen sich    im    Internet    kennen,    kommunizieren    über    digitale    Dienste,    führen    online    ihre Bankgeschäfte   und   Versicherungen,   legen   ihre   Fotos   in   Cloud-Diensten   ab   und   kaufen   sich online   die   neusten   Hollywoodblockbuster   und   Serien.   Im   Todesfall   werden   also   nicht   nur analoge    Bankkonten,    Gegenstände    oder    Häuser    hinterlassen,    sondern    auch    zahlreiche digitale    Daten.    Hierunter    fallen    beispielsweise    Benutzerkonten    bei    E-Mail-Diensten, sozialen    Netzwerken,    Cloud-Services    wie    bei    Foto-    und    Heimvideobibliotheken,    Ebook Anbietern    usw.    Auch    Rechnungen    werden    zum    Teil    nur    noch    an    Onlinepostfächer zugestellt   oder   der   Verstorbene   hat   Guthaben   bei   Internetzahlungsdiensten   wie   Paypal.   Es müssen also auch online laufende Geschäfte abgewickelt werden. Wie wird der digitale Nachlass geregelt? Noch   nicht   einmal   10   %   der   Internetnutzer   haben   den   digitalen   Nachlass   geregelt   oder erkannt, dass es hier Regelungsbedarf geben kann. Kostenpflichtige     Verträge     können     online     weiterlaufen     und     trauernde     Hinterliebene müssen    sich    dann    mit    der    Recherche    nach    den    Daten    und    Kennwörtern    zeitintensiv beschäftigen. Bei   einigen   Anbietern   sozialer   Netzwerke   erlöschen   Konten   mit   dem   Tod   des   Erblassers, bei   anderen   gehen   sie   auf   die   Erben   über   oder   der   Account   wird   in   einen   Gedenkmodus versetzt.   Teilweise   genügt   den   Anbietern   eine   Sterbeurkunde,   andere   wiederum   verlangen einen Erbschein. Mit   dem   Tod   geht   dabei   grundsätzlich   sämtliches   Vermögen   auf   die   Erben   über.   Ob   auch Zugriff   auf   die   höchstpersönlichen   Daten   wie   Nutzerkonten   gefordert   werden   kann,   wenn der Anbieter dies verweigert, ist  strittig. Wer regelt den digitalen Nachlass? Der   oder   die   Erben,   die   oft   leider   gar   keinen   Überblick   haben   über   die   Daten   im   Netz.      Es gibt   mittlerweile   auch   Unternehmen   die   darauf   spezialisiert   sind   zu   recherchieren,   wo   der Verstorbene   Benutzerkonten   hatte.   Man   muss   sich   jedoch   darüber   im   Klaren   sein,   dass damit ein sehr weitreichender Einblick in die Privatsphäre verbunden ist. Empfehlung Auch   wenn   es   ein   unangenehmes   Thema   ist:   Schon   zu   Lebzeiten   den   digitalen   Nachlass   zu regeln,    sei    es    durch    Testament    oder    auch    für    den    Fall    der    Geschäftsunfähigkeit    per Vorsorgevollmacht.     Empfehlenswert     ist     es     auch     eine     Liste     anzufertigen,     welche Onlinedienste   man   nutzt   nebst   Passwörtern   und   was   damit   geschehen   soll,   z.   B.   dass   ein Account   gelöscht   werden   soll   oder   auf   welche   Daten   die   Erben   zugreifen   dürfen.   Eine Vertrauensperson   kann   damit   beauftragt   werden,   sich   um   die   Umsetzung   zu   kümmern. Man   sollte   alles   an   einem   sicheren   Ort   hinterlegen,   beispielsweise   mit   dem   Testament, und an die laufende Aktualisierung denken. So    kann    jeder    erreichen,    dass    die    Abwicklung    seiner    digitalen    Hinterlassenschaft    den eigenen Vorstellungen entspricht und es auch den Erben erleichtert wird.
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