Fachanwältin für Erbrecht Frau Dr. Dörr informiert Sie zum Thema Testament, Pflichtteil, Erbschaftssteuer usw. Was muss ich beachten, wenn ich ein Testament aufsetze? Wer   nicht   das   Gesetz   die   eigene   Erbfolge   bestimmen   lassen   möchte,   sollte   ein   Testament aufsetzen.    Wichtig    bei    einem    eigenhändigen    Testament    ist,    dass    man    es    handschriftlich verfasst    und    unterschreibt.    Außerdem    soll    es    mit    Ort    und    Datum    versehen    werden. Eindeutige   Formulierungen   im   Wortlaut   helfen,   dass   das   Testament   nach   dem   Tode   nicht   von Gerichten    ausgelegt    werden    muss,    d.    h.    dass    nicht    gerätselt    wird,    was    der    Erblasser eigentlich    wollte.    Oft    werden    die    Worte    „erben“    und    „vermachen“    falsch    verwendet. Vererben    kann    man    nur    den    gesamten    Nachlass    oder    Quoten    davon,    vermachen    nur Gegenstände.   Der   Erbe   kann   über   das   Vermögen   verfügen.   Wer   ein   Vermächtnis   bekommt, hat   nur   einen   Anspruch   auf   Herausgabe   dieses   einzelnen   Nachlassobjekts   von   den   Erben. Leider führen ungenaue Formulierungen im Testament oft zu langwierigen Erbstreitigkeiten. Wo hebe ich mein Testament auf? Damit   sichergestellt   ist,   dass   ein   Testament   beim   Tod   auch   tatsächlich   gefunden   und   vom Nachlassgericht   eröffnet   wird,   kann   man   es   beim   Amtsgericht   in   amtliche   Verwahrung   geben gegen   eine   einmalige   geringe   Gebühr.   Notarielle   Testamente   werden   automatisch   verwahrt. Wer     ein     Testament     nach     dem     Tod     des     Erblassers     findet,     ist     verpflichtet     es     beim Nachlassgericht abzugeben. Wieviel erbt mein Ehegatte? Ohne   Testament   oder   Erbvertrag   gilt   die   gesetzliche   Erbfolge.   Der   Erbteil   des   Ehegatten   ist dann   abhängig   davon,   in   welchem   Güterstand   man   lebt   sowie   vom   Verwandtschaftsgrad   der Miterben.    Wurde    kein    Ehevertrag    geschlossen,    besteht    der    gesetzliche    Regelfall    der Zugewinngemeinschaft.   Der   Ehepartner   wird   dann   z.   B.   neben   2   Kindern   Erbe   zu   1/2,   die Kinder   je   zu   1/4.   Wenn   man   keine   Kinder   hat,   erben   neben   dem   Ehegatten   auch   die   eigenen Eltern   und   bilden   mit   dem   Ehepartner   dann   eine   Erbengemeinschaft.   Wer   das   vermeiden will,   sollte   ein   Testament   machen   und   selbst   entscheiden,   wer   das   eigene   Vermögen   einmal bekommen soll, ansonsten bestimmt das Gesetz die Erbfolge. Wie nehme ich eine Erbschaft an und wie schlage ich aus? Die   Erbschaft   gilt   automatisch   als   angenommen,   sofern   ich   die   Erbschaft   nicht   binnen   einer Frist   von   6   Wochen   ab   Tod   des   Erblassers   und   Kenntnis   von   meiner   Erbenstellung   gegenüber dem   Nachlassgericht   ausschlage.   Damit   trete   ich   in   die   Stellung   des   Erblassers   ein,   bekomme das Vermögen, hafte aber auch für alle Schulden mit meinem Privatvermögen. Wie kann ich jemanden enterben? Ich   enterbe   jemand,   indem   ich   ihn   nicht   zum   Erben   mache,   d.   h.   entweder   ausdrücklich verfüge,   dass   ich   diese   Person   von   der   Erbfolge   ausschließe   oder   jemand   anderen   zum   Erben einsetze.   Unter   Umständen   zieht   das   dann   Pflichtteilsansprüche   der   enterbten   Person   gegen den Erben nach sich. Begründen muss man eine Enterbung übrigens nicht. Wer bekommt einen Pflichtteil? Pflichtteilsberechtigt   sind   grundsätzlich   z.   B.   neben   dem   Ehegatten   die   Kinder   –   egal   ob nichtehelich   oder   adoptiert   –   oder   auch   die   Eltern,   sofern   keine   Kinder   vorhanden   sind. Keinen   Pflichtteilsanspruch   haben   z.B.   Geschwister,   Großeltern,   Onkel,   Tanten,   Neffen   und Nichten.   Der   Pflichtteil   ist   die   Hälfte   des   gesetzlichen   Erbteils.   Beachten   sollte   man,   dass   der Pflichtteil eingefordert werden muss und einer 3-jährigen Verjährung unterliegt. Was mache ich als Pflichtteilsberechtigter, wenn der Nachlass verschenkt wurde? Wenn   der   Erblasser   vor   seinem   Tod   Vermögen   verschenkt   hat,   kann   dies   unter   Umständen trotzdem   sogenannte   Pflichtteilsergänzungsansprüche   auslösen.   Dabei   wird   dann   so   getan als    wäre    der    verschenkte    Gegenstand    noch    im    Nachlass    vorhanden    und    erhöht    damit entsprechend   auch   den   Pflichtteil.   In   der   komplexen   Materie   des   Erbrechts   sollte   man   sich den Rat eines Fachanwalts für Erbrecht einholen, um keine Gelder zu verschenken. Wieviel Erbschaftssteuer muss ich zahlen? Dies   hängt   unter   anderem   vom   Verwandtschaftsgrad   und   der   Steuerklasse   sowie   der   Höhe der    Erbschaft    ab.    Die    erbschaftssteuerlichen    Freibeträge    belaufen    sich    derzeit    z.B.    auf 500.000    €    für    Ehepartner    und    400.000    €    für    Kinder.    Geschwister    oder    weiter    entfernte Verwandte haben lediglich einen Freibetrag von 20.000 €. Dieser    Rechtstipp    dient    nur    der    allgemeinen    Information    und    kann    keine    individuelle Beratung    oder    Vertretung    ersetzen.    Bitte    wenden    Sie    sich    insofern    an    Frau    Dr.    Dörr    zur Vereinbarung eines Besprechungstermins.  
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