Fachanwältin für Familienrecht Frau Dr. Dörr informiert über häufige Irrtümer im Familienrecht 10 IRRTÜMER IM FAMILIENRECHT Fachanwältin   für   Familienrecht   Dr.   Sandra   Dörr   aus   Homburg   informiert   über   häufige   Irrtümer im Familienrecht. 1. Nach unserer Hochzeit gehört uns alles automatisch zusammen Das   ist   falsch.   Ohne   Ehevertrag   gilt   die   sogenannte   „Zugewinngemeinschaft“.   Was   ein   Partner mit   in   die   Ehe   gebracht   hat   gehört   ihm   auch   nach   der   Heirat   alleine.   Auch   während   der   Ehe alleine   angeschafftes,   geerbtes   oder   geschenktes   Vermögen   bleibt   Alleineigentum   selbst   im Falle   der   Scheidung,   es   wird   unter   Umständen   aber   im   Zugewinnausgleich   berücksichtigt.   Nur wenn man während der Ehe gemeinsam Vermögen erworben hat gehört dies beiden. 2. Ich hafte für die Schulden meines Ehegatten Nein.   Schulden   gehen   mit   der   Ehe   nicht   einfach   über.   Man   haftet   grundsätzlich   nur   für   das, was man auch selbst unterschrieben hat, also für gemeinsam aufgenommene Schulden. 3. Einen Ehevertrag können wir nur vor der Ehe schließen Dem   ist   nicht   so.   Eheverträge   können   auch   nach   der   Heirat   noch   geschlossen   werden.   Zum Beispiel    kann    man    vor    der    Scheidung    einvernehmlich    sämtliche    Angelegenheiten    wie Unterhalt,   Zugewinnausgleich,   Hausrat,   Umgangsrecht   usw.   regeln,   um   teure   und   langwierige Rechtsstreitigkeiten vor Gericht zu vermeiden. 4. Unsere kurze Ehe können wir schnell annullieren lassen Falsch.   Auch   für   kurze   Ehen   gilt,   dass   die   Eheleute   grundsätzlich   mindestens   ein   Jahr   getrennt sein    müssen,    um    einen    Scheidungsantrag    stellen    zu    können.    Man    kann    übrigens    auch innerhalb    der    Ehewohnung    getrennt    leben.    Die    Möglichkeit    die    Ehe    vor    Ablauf    des Trennungsjahres   aufzuheben,   ist   auf   Ausnahmefälle   beschränkt,   z.   B.   wenn   ein   Ehepartner bereits verheiratet ist oder bei Zwangsehen. 5. Bei einer Scheidung bekommt die Mutter das Sorgerecht für die Kinder Nein.   Bei   einer   Scheidung   wird   keine   Regelung   über   das   Sorgerecht   getroffen,   es   bleibt   bei   der gemeinsamen   Sorge   der   Eltern.   Möchte   ein   Elternteil   das   Sorgerecht   oder   einen   Teilbereich hiervon     -     wie     das     Aufenthaltsbestimmungsrecht     -     alleine,     muss     ein     Antrag     beim Familiengericht gestellt werden. 6. Unterhalt kann ich auch noch rückwirkend verlangen Das   geht   nur,   wenn   derjenige,   der   Unterhalt   zahlen   soll,   auch   dazu   aufgefordert   wurde,      z. B. vom    Anwalt    wegen    der    Erteilung    von    Auskünften    über    sein    Einkommen    und    Vermögen angeschrieben    wurde.    Ansonsten    kann    man    für    vergangene    Zeiträume    keinen    Unterhalt geltend machen, die sogenannte „Inverzugsetzung“ ist dringend erforderlich. 7. Unterhalt kann nur drei Jahre verlangt werden Das   stimmt   nicht   unbedingt.   Die   Gerichte   entscheiden   immer   im   Einzelfall,   wobei   u. a.   die Dauer der Ehe maßgeblich ist oder ob ehebedingte Nachteile vorliegen. 8. Wenn ich einfach aufhöre zu arbeiten, muss ich keinen Unterhalt mehr zahlen Irrtum.    Wer    mutwillig    seine    Erwerbstätigkeit    aufgibt    bzw.    sich    arbeitslos    meldet,    muss trotzdem   weiter   Unterhalt   zahlen.   Das   alte   Einkommen   wird   einem   „fiktiv“   hinzugerechnet, d. h. es wird so getan als verdiene man noch das gleiche. 9. Wenn wir uns einig sind, können wir uns ohne Anwalt scheiden lassen Falsch.       Auch       bei       einer       einvernehmlichen       Scheidung       muss       ein       Anwalt       den Ehescheidungsantrag    beim    Familiengericht    einreichen.    Der    andere    Ehegatte    kann    dann einfach zustimmen. Eine Scheidung ist deshalb nicht ohne Anwalt möglich. 10. Die Eheleute müssen Scheidungspapiere unterschreiben Nein. Sowas gibt es nur im Film. Bitte   beachten   Sie,   dass   diese   allgemeinen   Informationen   keine   individuelle   Rechtsberatung ersetzen    können.    Bitte    wenden    Sie    sich    zwecks    Vereinbarung    eines    Termins    für    die Besprechung Ihrer Angelegenheit an Frau Dr. Dörr.
Noch im Aufbau
Rechtsanwältin Fachanwältin für Familienrecht Promovierte Anwältin im Erbrecht
          Erbrecht
        Kosten
Rechtsanwältin Fachanwältin für Erbrecht Fachanwältin für Familienrecht
Hier geht es zu den  Rechtstipps Familienrecht


Die Fachanwältin für Familienrecht Dr. Dörr wurde mit 4,9 Punkten (=exzellent) bewertet. Bewertungsskala: 1 bis 5.
Bisher 13 abgegebene Bewertungen.

Müller-Dülfer & Dr. Dörr Rechtsanwälte und Steuerberater PartGmbB

Dürerstraße 8
66424 Homburg / Saar

Tel.: 06841-74015

info@anwaeltin-doerr.de