Fachanwältin für Familienrecht Frau Dr. Dörr informiert Sie nachfolgend über Wissenswertes bei Trennung, Scheidung etc.: Rechtstipp nachehelicher Unterhalt Ein    Ehegatte    muss    nach    der    Scheidung    wieder    Unterhalt    an    den    das    gemeinsame    Kind betreuenden Ehegatten zahlen, wenn dessen neue Beziehung beendet ist. Der   Bundesgerichtshof   hat   entschieden,   dass   ein   einmal   versagter   Unterhaltsanspruch   zwar nicht     für     immer     wegfallen     muss,     ein     Wiederaufleben     des     Unterhaltsanspruches     nach Beendigung   der   neuen   eheähnlichen   Lebensgemeinschaft   jedoch   den   Ausnahmefall   darstellt (BGH vom 13.7.2011, AZ.: XII ZR 84/09). Hintergrund      dessen      ist,      dass      jeder      Ehegatte      nach      der      Scheidung      grundsätzlich eigenverantwortlich   für   seinen   Unterhalt   zu   sorgen   hat,   was   durch   die   Unterhaltsreform   2008 noch verstärkt betont wurde. Wenn   trotzdem   nachehelicher   Unterhalt   zu   zahlen   ist,   kann   dieser   jedoch   entfallen   oder   sich reduzieren,        sobald        der        unterhaltsberechtigte        Ex-Ehegatte        eine        eheähnliche Lebensgemeinschaft   unterhält.   Für   eine   derart   verfestigte   Beziehung   von   ca.   2   -   3   Jahren   ist das   Zusammenleben   mit   dem   neuen   Partner   nicht   zwingend   Voraussetzung.   Anhaltspunkte hierfür    sind    das    eheähnliche    Auftreten    des    Paares    in    der    Öffentlichkeit,    beispielsweise regelmäßige   Urlaube   oder   gemeinsame   Familienfeiern,   oder   gemeinsame   Investitionen.   Das Einkommen des neuen Partners ist dabei unerheblich. Der   einmal   weggefallene   Unterhaltsanspruch   kann   jedoch   im   Interesse   gemeinsamer   Kinder wieder   aufleben,   wenn   die   Beziehung   beendet   ist.   Die   Gerichte   müssen   im   konkreten   Fall jedoch   genau   abwägen,   ob   dies   dem   Unterhaltspflichtigen   zumutbar   ist.   Denn   ein   Ex-Ehegatte, der   eine   neue   Beziehung   beginnt,   kann   nicht   notwendigerweise   nacheheliche   Solidarität   in Form   von   Unterhaltszahlungen   vom   geschiedenen   Ehegatten   verlangen.   Wenn   der   Ex-Ehegatte aber      wegen      Betreuung      eines      Kindes      Unterhalt      beansprucht,      kann      dies      dem Unterhaltspflichtigen   grundsätzlich   zumutbar   sein   wegen   des   schutzwürdigen   Interesses   des gemeinsamen Kindes.
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