Frau Dr. Dörr, Fachanwältin für Familienrecht, informiert über die rechtlichen Besonderheiten von Patchworkfamilien PATCHWORKFAMILIE Was    Patchworkfamilien    beachten    müssen,    erklärt    Fachanwältin    für    Familienrecht    und Anwältin für Erbrecht Dr. Sandra Dörr Was müssen Patchworkfamilien wissen? Bei   einer   Patchworkfamilie   spricht   man   von   einem   Paar   mit   Kind(ern)   aus   einer   früheren Beziehung.   Oft   stellt   sich   die   Frage,   wer   hier   was   entscheiden   kann.   Hat   eine   Mutter   z. B. das   alleinige   Sorgerecht   für   ihre   Kinder   und   heiratet   einen   neuen   Partner,   dann   kann   dieser Stiefvater    die    Dinge    des    täglichen    Lebens    für    die    Stiefkinder    entscheiden,    ebenso    in Notsituationen.    Das    gilt    aber    nicht    für    schwerwiegende    Entscheidungen    wie    einen Schulwechsel   und   auch   nicht,   wenn   der   leibliche   Vater   der   Kinder   sich   das   gemeinsame Sorgerecht mit der Mutter teilt. Was      die      Namenswahl      angeht,      setzt      ein      gemeinsamer      Nachname      der      neuen Patchworkfamilie   grundsätzlich   die   Zustimmung   des   anderen   Elternteils   des   Kindes   voraus. Eine gerichtliche Namensänderung ist eher die Ausnahme. Und was gilt bei Trennung? Nach   einer   Trennung   muss   den   Stiefkindern   kein   Unterhalt   gezahlt   werden,   da   es   keine leiblichen   Verwandten   sind.   Anders   ist   es   natürlich,   wenn   man   gemeinsame   Kinder   hat oder     Kinder     vom     Partner     adoptiert     wurden.     Nach     langem     Zusammenwohnen     mit Stiefkindern    haben    enge    Bezugspersonen    wie    Stiefelternteile    grundsätzlich    dann    ein Umgangsrecht, wenn dies dem Wohl des Kindes dient.   Wie wird in der Patchworkfamilie vererbt? Bei   Patchworkfamilien   führt   die   gesetzliche   Erbfolge   oft   leider   zu   ungewollten   Ergebnissen, je   nachdem   welcher   Elternteil   zuerst   verstirbt.   Deshalb   rate   ich   hier   dazu   eine   Verfügung von Todes wegen zu erstellen, die den jeweiligen Familienverhältnissen entspricht. Ist   z. B.   der   Vater   neu   verheiratet   und   setzt   sich   in   einem   Testament   wechselseitig   mit   der neuen   Ehefrau   als   Alleinerben   ein,   so   erben   seine   eigenen   Kinder   nichts,   wenn   er   zuerst verstirbt.   Sie   erben   aber   auch   nichts,   wenn   die   Stiefmutter   einmal   verstirbt,   denn   es   sind   ja nicht   deren   leibliche   Abkömmlinge.   Den   Kindern   verbleibt   nur   der   Pflichtteil   nach   dem   Tod des Vaters. Unverheiratete     Paare     müssen     generell     wissen,     dass     sie     nach     dem     Gesetz     nichts voneinander   erben.   Sie   können   ohne   Trauschein   auch   kein   gemeinschaftliches   Testament, wie   z. B.   das   Berliner   Testament,   zusammen   machen,   sondern   müssen   einzeln   testieren oder   einen   Erbvertrag   errichten.   In   einer   Verfügung   von   Todes   wegen   sollte   unbedingt aufgenommen   werden,   ob   das   Testament   oder   der   Erbvertrag   auch   für   den   Fall   gelten   soll, dass man sich wieder trennt. Wird   der   unverheiratete   Partner   in   einer   Verfügung   von   Todes   wegen   dann   bedacht,   hat   er nur einen Erbschaftssteuerfreibetrag von 20.000 €. Abschließend   muss   natürlich   beachtet   werden,   dass   diese   allgemeinen   Informationen   nicht die Prüfung des familiären Einzelfalls ersetzen können.
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