Fachanwältin für Familienrecht Frau Dr. Dörr informiert Sie nachfolgend über das Umgangsrecht mit Kindern im Falle von Trennung oder Scheidung der Eltern. RECHTSTIPP UMGANGSRECHT MIT KINDERN Wer hat überhaupt ein Umgangsrecht? Nicht    nur    Eltern    steht    ein    Recht    auf    Kontakt    zum    Kind    zu,    sondern    auch    Großeltern, Geschwistern    und    engen    Bezugspersonen,    die    für    das    Kind    tatsächliche    Verantwortung getragen   haben.   Auch   das   Kind   hat   natürlich   ein   Recht   auf   Umgang   und   umgekehrt   die   Eltern eine Umgangspflicht. Wie gestaltet sich das Umgangsrecht? Zeiten    und    Häufigkeit    der    Besuchsregelung    sind    gesetzlich    nicht    vorgegeben,    sondern orientieren   sich   am   Kindeswohl   und   sind   abhängig   vom   Alter   des   Kindes,   den   Arbeitszeiten   der Eltern   und   wie   bisher   der   Umgang   stattgefunden   hat.   Oft   wird   es   so   gehandhabt,   dass   das Kind   den   nicht   betreuenden   Elternteil   an   jedem   zweiten   Wochenende   besucht.   Die   Ferien werden   unter   den   Eltern   dabei   grundsätzlich   hälftig   geteilt   und   die   Feiertage   abgewechselt. Vor     dem     erstmaligen     Ferienbesuch     sollten     zunächst     längere     Übernachtungsbesuche stattgefunden   haben.   Bei   Kleinkindern   kommt   eine   Übernachtung   meist   noch   nicht   in   Frage. Der   Umgang   kann   dann   z.   B.   an   einem   Tag,   dafür   aber   dann   jedes   Wochenende   ausgeübt werden.   Für   ausgefallene   Besuche   können   Ersatztermine   vereinbart   werden.   Ort   der   Besuche ist üblicherweise die Wohnung desjenigen, der das Kind nicht betreut und Umgangsrecht hat. Wer trägt die Kosten? Derjenige,   der   Umgang   mit   dem   Kind   möchte,   muss   das   Kind   abholen   und   zurückbringen. Auch    trägt    er    die    Kosten    für    Fahrten,    Verpflegung,    Übernachtung    usw.,    selbst    wenn    die Wohnorte    weit    auseinander    liegen.    Der    Kindesunterhalt    kann    übrigens    nicht    für    längere Umgangszeiten wie in den Ferien gekürzt werden. Was macht man, wenn es Schwierigkeiten mit dem Umgang gibt? Können    sich    die    Eltern    selbst    oder    mithilfe    des    Jugendamts    nicht    auf    ein    Umgangsrecht einigen,   muss   ein   Antrag   bei   Gericht   gestellt   werden.   Die   Jugendämter   werden   beteiligt   und führen   Gespräche   mit   den   Eltern.   In   dringenden   Fällen   kann   auch   ein   Eilverfahren   in   Gang gebracht   werden.   Wird   trotz   einer   Gerichtsentscheidung   der   Umgang   mit   dem   Kind   verwehrt, können   durch   das   Gericht   auf   Antrag   Ordnungsgeld   oder   Ordnungshaft   verhängt   werden.   Ein Ausschluss   oder   eine   Einschränkung   der   Umgangskontakte   kommt   nur   in   Ausnahmefällen   bei Gefährdung    des    Kindeswohls    in    Betracht.    Eine    gerichtliche    Entscheidung    kann    später    auf Antrag auch wieder abgeändert werden. Es   ist   auf   jeden   Fall   empfehlenswert   sich   rechtzeitig   den   Rechtsrat   eines   Fachanwalts   für Familienrecht einzuholen.
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Müller-Dülfer & Dr. Dörr Rechtsanwälte und Steuerberater PartGmbB

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