Fachanwältin für Familienrecht Frau Dr. Dörr informiert Sie nachfolgend über Wissenswertes bei Trennung und Scheidung. Hier finden Sie Informationen zum Ehegattenunterhalt, Kindesunterhalt und Elternunterhalt. RECHTSTIPP UNTERHALT Neuesten   Statistiken   zufolge   steigt   die   Zahl   der   Ehescheidungen   weiter   an,   obwohl   weniger Paare heiraten. Wer kann überhaupt Unterhalt beanspruchen und wann? Tatsächlich   sind   Rheinland-Pfalz   und   das   Saarland   scheidungsfreudige   Gebiete   und   stehen   im Ländervergleich,   wenn   es   um   die   Anzahl   der   Scheidungen   geht,   bundesweit   an   zweiter   und dritter   Stelle.   Mit   der   Trennung   von   Eheleuten   steht   dann   meist   das   Thema   Unterhalt   an, nämlich für Kinder und Ehegatten. Bei   Ehegatten   unterscheidet   man   zwischen   Unterhalt   für   die   Zeit   nach   der   Trennung   und   für die    Zeit    nach    der    Scheidung.    Der    Unterhalt    nach    der    Scheidung    muss    dabei    unbedingt gesondert geltend gemacht werden, läuft also nicht automatisch nach der Scheidung weiter. Unterhaltsansprüche   können   übrigens   nicht   nur   wegen   Verwandtschaft   oder   Ehe   bestehen, sondern   auch   gegenüber   dem   Erzeuger   eines   nichtehelichen   Kindes.   Voraussetzung   ist   aber immer,   dass   derjenige,   der   Unterhalt   möchte,   bedürftig   ist,   also   Unterhalt   auch   tatsächlich benötigt,   und   derjenige,   der   Unterhalt   zahlen   soll,   auch   entsprechende   Mittel   zur   Verfügung hat. Wieviel Unterhalt muss an Kinder gezahlt werden? Die   Höhe   des   Unterhalts   ist   immer   eine   Frage   des   Einzelfalls.   Für   Kinder   errechnet   sich   der Unterhalt   grundsätzlich   aus   der   Düsseldorfer   Tabelle.   Diese   richtet   sich   nach   dem   Alter   des Kindes   und   bei   Minderjährigen   nach   dem   Einkommen   desjenigen   Elternteils,   der   das   Kind   nicht betreut    und    deshalb    Unterhalt    zahlen    muss.    Den    Unterhalt    beeinflussen    können    zudem Belastungen,   die   das   Einkommen   schmälern   wie   berufsbedingte   Ausgaben   und   gegebenenfalls Schulden.    Ob    etwas    unterhaltsrechtlich    relevant    ist,    muss    für    jeden    Posten    einzeln    genau überprüft   werden.   Wer   sich   in   seinem   Haushalt   um   sein   minderjähriges   Kind   kümmert,   muss also keinen Kindesunterhalt zahlen. Bei    volljährigen    Kindern    in    der    (Schul-)Ausbildung,    ist    das    Einkommen    beider    Elternteile maßgeblich,    egal    bei    wem    das    Kind    lebt.    Lebt    jedoch    z.    B.    ein    Studierender    in    eigener Wohnung,   beträgt   der   Unterhaltsbedarf   pauschal   670   €.   Dem   volljährigen   Kind   wird   außerdem das   Kindergeld   von   184   €   vom   Unterhalt   abgezogen   sowie   etwaiges   Einkommen,   dazu   zählt übrigens auch BAföG. Und wieviel muss an Ehegatten gezahlt werden? Der   Unterhalt   zwischen   Ehegatten   richtet   sich   ebenfalls   nach   dem   Einkommen   und   ob   dieses das   Leben   in   der   Ehe   geprägt   hat.   Unterhalt   kann   dabei   zu   zahlen   sein   z.   B.   wegen   Betreuung eines      Kindes,      Alters,      Krankheit      oder      wegen      Aufstockung,      d.      h.      aufgrund      von Einkommensunterschieden   der   Eheleute.   Dem   Unterhaltsschuldner   verbleibt   aber   immer   ein bestimmter    Betrag    des    Einkommens    für    seinen    eigenen    Lebensbedarf,    man    nennt    dies Selbstbehalt.   Der   Rest   wird   für   die   Unterhaltsansprüche   verwendet.   Nach   der   Scheidung   wird von   beiden   Eheleuten   mehr   Eigenverantwortung   verlangt.   Der   Unterhalt   kann   dabei   der   Höhe nach begrenzt oder zeitlich befristet werden. Maßgeblich ist auch die Dauer der Ehe. Muss ich auch an meine Eltern Unterhalt zahlen? Sind   die   Eltern   in   einem   Pflegeheim   untergebracht   und   können   die   Heimkosten   nicht   selbst durch   ihre   Rente   o.   ä.   bezahlen,   wendet   sich   das   Sozialamt,   das   für   die   Heimkosten   aufkommt, an     die     Kinder     des     Pflegebedürftigen.     Gegenüber     Eltern     gelten     allerdings     erhöhte Selbstbehaltsätze,    d.    h.    den    Kindern    verbleibt    mehr    Geld    für    sich    zum    Leben,    was    vom Sozialamt für den Unterhalt nicht angetastet werden darf. Kann   man   sich   außergerichtlich   nicht   auf   einen   Unterhaltsbetrag   einigen,   muss   der   Anspruch gerichtlich    durchgesetzt    werden.    Um    nicht    zu    viel    Unterhalt    zu    zahlen    oder    zu    wenig    zu bekommen,   sollte   man   sich   auf   diesem   komplizierten   Gebiet   auf   jeden   Fall   den   Rat   eines Fachanwalts für Familienrecht einholen.
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