Fachanwältin für Erbrecht Frau Dr. Dörr informiert Sie zum Thema Haustiere im Familien- und Erbrecht Kann ich mein Haustier als Erbe einsetzen? Tiere   können   in   Deutschland   nicht   erben.   Testamente,   in   denen   Tiere   als   Erben   eingesetzt wurden,   sind   deshalb   unwirksam.   Es   tritt   dann   die   gesetzliche   Erbfolge   ein.   Es   erscheint befremdlich,   aber   für   Tiere   werden   die   für   Sachen   geltenden   Vorschriften   angewandt.   Es gibt   jedoch   trotzdem   verschiedene   Möglichkeiten   ein   Haustier,   das   für   den   Besitzer   ja einen hohen Stellenwert hat, lebenslang versorgt zu wissen.   Was passiert mit meinem Tier, wenn ich sterbe, wer kümmert sich darum? Haustiere   fallen   ebenso   wie   alles   andere,   was   dem   Erblasser   gehörte,   in   den   Nachlass, d. h.    gehen    also    an    den    oder    die    Erben.    Es    besteht    allerdings    die    Gefahr,    dass    ohne Testament   Personen   gesetzliche   Erben   werden,   die   gar   kein   Interesse   an   dem   Tier   haben und es verkaufen oder der treue Gefährte auf einmal im Tierheim abgeben wird. Wie kann ich Vorsorge treffen? Das     Tier     sollte     auf     jeden     Fall     abgesichert     sein.     Man     kann     zum     Beispiel     eine Vertrauensperson   als   Erbe   einsetzen,   die   sich   dann   um   das   Tier   kümmern   soll.   Man   sollte unbedingt    mit    der    Vertrauensperson    vorher    abstimmen,    ob    diese    hierzu    bereit    ist. Außerdem     sollte     sichergestellt     sein,     dass     ein     Geldbetrag     vorhanden     ist,     der     die Versorgung   des   Tieres   ausreichend   gewährleistet   und   noch   genügend   Mittel   da   sind   um evtl.   einen   Pflichtteil   und   die   Erbschaftssteuer   zu   zahlen.   Man   kann   hier   auch   detailliert festlegen,   wie   das   Tier   genau   versorgt   werden   soll.   Ähnlich   war   dies   auch   bei   Rudolph Moshammer,    dessen    Chauffeur    mit    dem    Yorkshireterrier    Daisy    bis    zu    deren    Tod    laut Vermächtnis   in   der   Nachlassvilla   leben   konnte.   Beachtet   werden   muss   aber   unbedingt, dass      für      Testamente      bestimmte      Formvorschriften      gelten,      unter      anderem      die handschriftliche    Abfassung    usw.    Leider    weisen    viele    privat    aufgesetzte    Testamente formale   Fehler   auf   oder   sind   inhaltlich   missverständlich.   Jeder   Tierhalter   sollte   für   den Fall,   dass   er   sich   nicht   mehr   um   sein   Tier   kümmern   kann,   frühzeitig   eine   Regelung   über dessen Verbleib treffen.   Und was passiert mit einem Haustier bei Trennung von Eheleuten? Ebenso   wie   im   Erbrecht   werden   für   Tiere   im   Familienrecht   die   für   Sachen   geltenden Vorschriften   angewandt.   Wer   zum   Beispiel   einen   Hund   mit   in   die   Ehe   gebracht   hat   und Alleineigentümer   ist,   darf   ihn   auch   behalten.   Wurde   der   Hund   aber   von   beiden   Eheleuten während   der   Ehe   gemeinsam   erworben,   gehört   er   in   der   Regel   zum   Hausrat.   Können   sich die   Eheleute   nicht   darüber   einigen   bei   wem   er   bleibt,   entscheidet   das   Familiengericht   auf Antrag,   u.   a.   danach   wo   der   Hund   am   besten   aufgehoben   ist   und   sich   am   wohlsten   fühlt.     Hier    kann    die    vertraute    Umgebung    eine    Rolle    spielen,    d.    h.    welcher    Ehegatte    in    der Ehewohnung   bleibt,   oder   auch   wer   die   Bezugsperson   ist.   Derjenige   bei   dem   der   Hund verbleibt, muss grundsätzlich auch die Kosten für ihn tragen. Wie kann man Streit über Haustiere bei der Trennung vermeiden? Um    Streit    zu    vermeiden    sollten    die    Eheleute    frühzeitig    eine    schriftliche    Vereinbarung treffen   bei   wem   die   Haustiere   im   Trennungsfall   verbleiben   und   wer   die   Kosten   für   sie trägt.   Für    individuelle    Beratungen    zu    inhaltlichen    Formulierungen    und    Vertretungen    bei Trennung oder im Erbfall vereinbaren Sie bitte einen Besprechungstermin.
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