Als Fachanwältin für Erbrecht gibt Ihnen Frau Dr. Dörr hier wichtige Tipps u. a. zur Vorsorgeplanung für den Erbfall sowie zur Auseinandersetzung eines Nachlasses: RECHTSTIPP RICHTIG VERERBEN  - WAS MUSS ICH BEACHTEN? Über   das   eigene   Ableben   denkt   man   nicht   gerne   nach.   Trotzdem   sollte   man   sich   -   gleich welchen   Alters   -   Gedanken   über   die   Regelung   seines   Nachlasses   machen,   um   Streitigkeiten unter den Erben und die Zersplitterung seines Vermögens zu vermeiden. Was passiert, wenn ich gar keine Regelung treffe? Ohne   Verfügung   von   Todes   wegen   gilt   die   gesetzliche   Erbfolge,   d.   h.   es   erben   die   Verwandten und   zwar   nahe   Verwandte   vor   entfernteren.   Zuerst   die   Kinder   zu   gleichen   Teilen,   sollten   sie bereits   verstorben   sein,   die   Enkel   usw.   Der   Ehegatte   erbt   ebenfalls,   wobei   die   Höhe   einmal abhängig   ist   vom   Güterstand   der   Ehe,   z.   B.   bei   der   Zugewinngemeinschaft   zu   ½,   und   zum anderen   neben   welchen   Verwandten   er   erbt.   Der   Ehegatte   erbt   mehr,   je   entfernter   die   neben ihm erbenden Verwandten sind. Was   viele   nicht   wissen:   Wenn   keine   Kinder   da   sind,   erbt   nicht   nur   der   Ehegatte,   sondern   auch die   Eltern   des   verstorbenen   Ehegatten!   Wer   also   selbst   entscheiden   möchte,   was   mit   seinem Vermögen   einmal   passiert,   sollte   ein   Testament   machen.   Insbesondere   für   Patchworkfamilien, Unverheiratete oder Zweitehen ist dies dringend ratsam. Was muss ich beim Testament beachten? Wichtig   ist   das   Testament   selbst   handschriftlich   zu   verfassen   und   zu   unterschreiben.   Ungültig wäre   also   ein   computergeschriebenes   und   nur   unterschriebenes   Testament!   Auch   Ort   und Datum    sollten    eingesetzt    werden.    Man    kann    auch    gemeinsam    mit    seinem    Ehegatten    ein Testament   erstellen,   das   von   einem   geschrieben   und   unterzeichnet   und   vom   anderen   lediglich darunter   ebenfalls   unterzeichnet   sein   muss.   Hinterlegen   kann   ich   Testamente   zum   besseren Auffinden beim Amtsgericht. Und wenn ich mir es irgendwann anders überlege? Dann   muss   ich   unbedingt   mein   vorheriges   Testament   vernichten   oder   widerrufen.   Anders   ist das    aber    bei    einem    vom    Notar    verfassten    Erbvertrag,    der    ist    nur    mit    Einverständnis    des Begünstigten     aufhebbar.     Ebenso     beim     Ehegattentestament,     wenn     auf     Gegenseitigkeit beruhende   Verfügungen   getroffen   worden   sind.   Dies   ist   dann   beim   Tode   eines   Ehegatten überhaupt   nicht   mehr   abänderbar.   Auch   wenn   der   Andere   später   erneut   heiratet,   bleibt   er daran gebunden. Kann ich an jeden vererben? Ich   kann   mir   meine   Erben   frei   aussuchen.   Man   sollte   aber   bedenken,   dass   beim   Ausschluss der   nächsten   gesetzlichen   Erben   diese   den   Pflichtteil   verlangen   können,   d.   h.   die   Hälfte   ihres gesetzlichen   Erbteils.   Wenn   also   ein   Unverheirateter   eines   seiner   beiden   Kinder   enterbt,   so bekommt    dieses    noch    25    %    des    Nachlasses.    Das    kann    nur    in    Ausnahmefällen    umgangen werden,   z.   B.   bei   einer   langen   Haftstrafe   des   Erben.   Es   kann   aber   ein   Pflichtteilsverzicht   beim Notar vereinbart werden, z. B. gegen Zahlung einer Abfindung. Gibt es einen Unterschied zwischen "vererben" und "vermachen"? Ja!   Hier   kommt   es   in   der   Praxis   immer   wieder   zu   Unklarheiten.   Einzelne   Gegenstände   kann   ich nicht    "vererben",    nur    "vermachen".    Der    Erbe    erbt    alles,    auch    die    nicht    im    Testament aufgeführten   Gegenstände   und   die   Schulden.   Nicht   so   der   Vermächtnisnehmer,   der   nur   einen Anspruch   gegen   den   Erben   auf   Übertragung   des   vermachten   Gegenstandes   hat.   Bei   mehreren Erben erben diese das Vermögen nach Bruchteilen, also auch keine einzelnen Gegenstände. Da   nur   ca.   ein   Viertel   der   Bevölkerung   ein   Testament   hat   und   dieses   zu   fast   90   %   unklar formuliert   oder   unwirksam   ist,   sollte   man   sich   dringend   Expertenrat   eines   spezialisierten Anwalts einholen.
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