Fachanwältin für Erbrecht Frau Dr. Dörr informiert Sie zum Thema Vorsorgeregelungen: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Sorgerechtsverfügung, Testament Für was sollte man Vorsorge treffen? Auch   wenn   man   sich   nur   ungern   damit   beschäftigt   was   passiert,   wenn   man   wegen   eines Unfalls   oder   einer   Krankheit   nicht   mehr   selbst   entscheiden   kann,   sollte   man   dennoch   die eigenen   Wünsche   niederschreiben.   Ansonsten   entscheiden   nämlich   andere   darüber   und das   führt   nicht   selten   zu   unerwünschten   Ergebnissen.   Vorsorgen   kann   man   z.   B.   durch   eine Patientenverfügung,         eine         Vorsorgevollmacht,         ein         Testament         oder         eine Sorgerechtsverfügung für minderjährige Kinder. Was ist eine Sorgerechtsverfügung? Wenn   beide   Elternteile   z.   B.   schwer   erkranken   oder   bei   einem   Unfall   versterben,   stellt   sich die   Frage,   wer   sich   um   die   minderjährigen   Kinder   kümmert.   In   Deutschland   leben   ca. 800.000   Kinder,   die   einen   oder   beide   Elternteile   verloren   haben,   deshalb   sollte   man   hier durchaus   das   eigene   Kind   absichern.   Wenn   ein   Elternteil   verstirbt   und   man   das   Sorgerecht für   das   Kind   gemeinsam   ausgeübt   hat,   bleibt   das   Sorgerecht   beim   anderen   Elternteil,   auch wenn      die      Eltern      nicht      verheiratet      oder      getrennt      gewesen      sind.      Wenn      der alleinsorgeberechtigte    Elternteil    stirbt    oder    beide    Eltern,    bekommen    Verwandte    oder Paten    aber    nicht    automatisch    das    Sorgerecht,    auch    nicht    wenn    das    Kind    mit    einem Stiefelternteil   in   einer   Familie   gelebt   hat.   Was   viele   nicht   wissen:   Taufpaten   haben   nur   eine kirchliche   Funktion,   die   jedoch   rechtlich   nicht   bindend   ist.   Legen   die   Eltern   hingegen   durch eine    Sorgerechtsverfügung    fest,    wer    die    Vormundschaft    für    ihr    Kind    bei    ihrem    Tod übernehmen   soll,   kann   vermieden   werden,   dass   die   Vormundschaft   vom   Gericht   an   eine nicht   erwünschte   Person   übertragen   wird.   Am   besten   man   bespricht   zuvor   mit   der   Person, die   man   als   Vormund   bestimmen   möchte,   ob   sie   diese   verantwortungsvolle   Aufgabe   auch tatsächlich    übernehmen    will.    Beachten    sollte    man    aber,    dass    die    formalen    Vorgaben eingehalten   werden   müssen,   die   auch   bei   der   Erstellung   eines   Testaments   erforderlich sind, u. a. alles handschriftlich schreiben und unterschreiben. Wer sollte ein Testament machen? Einfach   jeder,   der   nicht   möchte,   dass   der   Gesetzgeber   entscheidet,   was   mit   dem   eigenen Ver-mögen   passiert.   Viele   kinderlose   Ehepaare   wissen   z.   B.   nicht,   dass   ohne   das   Vorliegen einer   Verfügung   von   Todes   wegen   die   eigenen   Eltern   ebenfalls   erbberechtigt   sind   und   mit dem   überlebenden   Ehepartner   dann   in   einer   Erbengemeinschaft   stehen.   Insbesondere   in Patchwork-Familien    oder    für    jeden,    der    für    die    Verteilung    seines    Nachlasses    andere Wünsche   hat   als   die   gesetzliche   Erbfolge   vorsieht,   sollte   dringend   seinen   letzten   Willen festlegen. Was ist eine Patientenverfügung? Mit   der   Patientenverfügung   bestimmt   man,   wer   über   ärztliche   Behandlungen   entscheiden soll,   wenn   man   selbst   entscheidungsunfähig   ist   und   den   eigenen   Willen   nicht   mehr   äußern kann,   z.   B.   wenn   man   im   Koma   liegt.   Für   den   Arzt   ist   dann   der   Patientenwille   maßgeblich. Man   kann   damit   festlegen,   ob   und   wie   man   ärztlich   behandelt   werden   möchte.   Auch   wenn es   nicht   einfach   ist,   sich   mit   solchen   Fragen   zu   beschäftigen,   halte   ich   es   für   ratsam,   da   dies erhebliche     Konsequenzen     für     das     eigene     Weiterleben     haben     und     man     so     auch selbstbestimmt die Verantwortung für die Folgen übernehmen kann. Eine    Patientenverfügung    muss    übrigens    nicht    bei    einem    Notar    beurkundet    werden. Beachten    sollte    man    aber,    dass    der    Bundesgerichtshof    in    einer    neueren    Entscheidung strengere    Anforderungen    an    eine    Patientenverfügung    stellt,    sodass    viele    im    Internet kursierende Muster unwirksam sind. Was ist eine Vorsorgevollmacht? Mit    einer    Vorsorgevollmacht    lege    ich    fest,    wer    dann,    wenn    ich    selbst    nicht    mehr entscheiden   kann,   alles   für   mich   regeln   soll,   z.   B.   die   finanziellen   Belange,   Vertretung gegenüber   Behörden   und   Versicherungen,   Wohnungsangelegenheiten   usw.   Es   ist   ein   weit verbreiteter    Irrtum,    dass    der    Ehegatte    oder    die    Kinder    in    diesem    Falle    dann    die Entscheidungen   treffen   können.   Diese   müssen   nämlich   erst   durch   eine   Vorsorgevollmacht als   Bevollmächtigte   benannt   werden.   Eine   Vorsorgevollmacht   ersetzt   grundsätzlich   auch die   Bestellung   eines   Betreuers   durch   ein   Gericht,   wodurch   sich   Kosten   sparen   und   auch vermeiden    lässt,    dass    eine    unerwünschte    Person    eingesetzt    wird.    Man    sollte    bei    der Vorsorgevollmacht   eine   Person   einsetzen,   die   wichtige   Entscheidungen   für   einen   treffen kann und der man vollständig vertraut. Bei    Fragen    ist    ein    persönliches    Beratungsgespräch    mit    einem    Fachanwalt    für    Erbrecht anzuraten.     Hier     bekommen     Sie     auch     auf     Ihre     Person     individuell     zugeschnittene, rechtssichere Entwürfe. Für    individuelle    Beratungen    zu    inhaltlichen    Formulierungen    und    Vertretungen    bei Trennung oder im Erbfall vereinbaren Sie bitte einen Besprechungstermin.
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